Nut + Feder, Glattkant, Rhombus, Doppelrhombus: Wenn diese Wörter noch nichts auslösen, sind Sie hier richtig. Dieser Ratgeber erklärt zuerst die Logik – danach kann der Projektplaner rechnen.
Bei einer Außenwand muss Feuchtigkeit wieder abtrocknen können. Deshalb gehören Bekleidung, Befestigung, Unterkonstruktion und – je nach Wandaufbau – weitere Ebenen als System zusammen. Das klingt komplizierter, als es meist ist: Der Planer führt Schritt für Schritt durch die sichtbare Bekleidung und ihre Unterkonstruktion; beim konkreten Profil ergänzen wir die dazu passenden Details.
Nicht nur das Profil entscheidet über die Fassade. Auch die Holzart verändert Optik, Charakter und den sinnvollen Einsatz. PavlinPro führt deshalb mehrere Varianten desselben Profiltyps – der Planer kann daraus passend zum gewünschten Look auswählen.
Hell, ruhig und vergleichsweise gleichmäßig. Fichte lässt sich gut bearbeiten und eignet sich besonders für Innenbereiche sowie geschützte Außenbekleidungen, wenn konstruktiver Holzschutz und Oberflächenbehandlung zum Aufbau passen.
Wärmer und ausdrucksstärker als Fichte, mit stärkerer Zeichnung und mehr Harz. Sie ist meist etwas dichter und wirkt lebendiger – eine gute Wahl, wenn die Holzstruktur sichtbar Teil der Gestaltung sein soll.
Für stärker bewitterte Außenfassaden ist Lärche bei PavlinPro die naheliegende nächste Stufe. Sie wird typischerweise für Fassadenprofile wie Fase, Rhombus und Glattkant eingesetzt. Auch hier bleiben konstruktiver Holzschutz und ein trocknungsfähiger Aufbau entscheidend.
Nicht pauschal Fichte oder Kiefer: Beide haben unterschiedliche Optik und Einsatzschwerpunkte. Für ernsthaft bewitterte Fassaden führt der PavlinPro-Planer gezielt zu Lärche, statt Fichte oder Kiefer als gleichwertigen Ersatz zu verkaufen.
Keines dieser Profile ist pauschal „das beste“ – und genau das macht die Auswahl einfacher: Erst entscheiden Sie, welche Optik und Offenheit Ihnen gefällt. Danach lassen sich Befestigung und Unterkonstruktion passend dazu auswählen.
Die Bretter greifen ineinander. Das ergibt eine ruhige, weitgehend geschlossene Fläche. Für viele Projekte ist das ein angenehm unkomplizierter Einstieg: Profil auswählen, Deckbreite übernehmen und die benötigte Menge berechnen.
Das einfache gehobelte Brett ist gestalterisch flexibel. Es kann mit sichtbarer Fuge oder überdeckend eingesetzt werden. Sie entscheiden also zuerst über den Look; daraus ergibt sich die wirksame Breite, mit der anschließend gerechnet wird.
Zwischen den Leisten bleiben sichtbare Fugen. Das wirkt leicht und modern und lässt viel Luft an die Bekleidung. Weil man durch die Fugen teilweise auf die Ebene dahinter blickt, wird diese einfach bewusst mitgeplant – statt später überraschend sichtbar zu werden.
Die Optik erinnert an einzelne Rhombusleisten, die Fläche bleibt aber durch das Profil geschlossen. Damit bekommt man den modernen Rhythmus ohne die vollständig offenen Fugen einer klassischen Rhombusfassade – eine gute Option, wenn der Rhombus-Look gefällt, die offene Konstruktion aber nicht.
Die sichtbaren Linien betonen die Breite. Im einfachen Planermodell läuft die tragende Lattung senkrecht dazu. Dadurch kann Luft hinter der Bekleidung grundsätzlich nach oben strömen.
Vertikale Linien betonen die Höhe. Für die Befestigung braucht man quer laufende Traglatten. Soll die Außenfassade zusätzlich durchgehend hinterlüftet werden, lässt sich dafür eine zweite Lattenebene ergänzen – im Grunde ein einfaches Raster hinter dem sichtbaren Holz.
Bei geschlossenen Profilbrettern wie Softline oder Fase N+F verschwindet ein Teil der Nennbreite in der Verbindung. Für die Mengenberechnung zählt deshalb die Deckbreite bzw. das Deckmaß. Bei offenen Profilen wie Rhombus oder offen montiertem Glattkantbrett ist die Logik anders: Dort bestimmt Brettbreite + Fuge den Rhythmus auf der Wand.
Der Achsabstand ist der Abstand von der Mitte einer Traglatte bis zur Mitte der nächsten. Wenn im Planer 0,60 m steht, liegen die Achsen der Unterkonstruktion also ungefähr 60 cm auseinander. Die Bekleidung wird an diesen Auflagelinien befestigt.
Je größer der Abstand, desto weniger Auflagepunkte hat die Bekleidung. Welcher Abstand sinnvoll und zulässig ist, hängt deshalb vom Profil, seiner Stärke, der Montagerichtung und der konkreten Befestigung ab.
Der Planer verwendet einen passenden Ausgangswert und ermittelt daraus die benötigten Auflagelinien und laufenden Meter Unterkonstruktion. Bei einem konkreten Produkt können die Herstellerangaben diesen Wert genauer festlegen.
Am verständlichsten ist es, zuerst nicht in Schachteln, sondern in Befestigungspunkten zu denken. Ein Befestigungspunkt entsteht dort, wo ein Fassadenbrett auf eine tragende Latte trifft. Erst danach wird daraus die benötigte Zahl an Schrauben, Nägeln oder Systembefestigern.
Gut kontrollierbar und bei vielen Fassaden üblich. Kopf, Durchmesser, Länge und Werkstoff müssen zum Profil und Aufbau passen. Bei sichtbarer Montage wird auch die Optik Teil der Entscheidung.
Je nach Profil und System eine schnelle, unauffällige Befestigung. Nicht jeder Nagel ist für jede Außenfassade geeignet – Abmessung, Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitung müssen zum Produkt passen.
Bei Profilen mit dafür vorgesehener Feder oder bei Clipsystemen kann die Befestigung weitgehend unsichtbar bleiben. Dann gilt die Systemvorgabe des konkreten Profils statt einer pauschalen Stückzahl.
Außenbefestiger müssen zur Bewitterung und zur Holzart passen. Korrosionsbeständige Befestigung ist deshalb kein Detail, das erst am Ende ausgewählt werden sollte.
Mehrere Wände können einzeln eingegeben und in der Zeichnung umgeschaltet werden. Der Planer summiert die Gesamtfläche und berechnet Bekleidung und Unterkonstruktion. Der Planer verwendet die realen PavlinPro-Fassadenprodukte mit ihren Deckbreiten, verfügbaren Längen, Fugen und Preisen. So wird aus der gewünschten Optik Schritt für Schritt eine konkrete Materialliste.
Dieser Ratgeber ist eine Planungshilfe und ersetzt keine objektbezogene technische Planung. Anforderungen an Untergrund, Feuchteschutz, Brandschutz, Befestigung und Fassadenaufbau sind projekt- und produktspezifisch.