Vom Boden bis
zum Dach.
Eine Überdachung besteht nicht nur aus ein paar Balken. Hier gehen wir den Aufbau in derselben Reihenfolge durch, in der Sie Ihr Projekt planen: Standort, Fundament, Pfosten, Tragwerk, Dachaufbau und Befestigung.
Wandmontage oder freistehend?
Bei einer Wand-Überdachung wird die hintere Traglinie am Gebäude angeschlossen; vorne stehen Pfosten. Eine freistehende Überdachung trägt sich über eigene Pfostenreihen und braucht keinen tragenden Wandanschluss.
Länge bedeutet im Planer die Strecke entlang der Fassade bzw. Vorderkante. Ausladung/Tiefe ist der horizontale Weg nach vorne. Die Dachneigung erzeugt den Höhenunterschied und macht die tatsächliche Länge entlang des Dachhangs etwas größer als die Ausladung.
Erst der Boden: Fundament
Pfosten brauchen eine tragfähige Basis. Häufig werden einzelne Punktfundamente hergestellt; auf einer vorhandenen Betonfläche kann je nach Aufbau auch eine dafür geeignete aufgeschraubte Lösung möglich sein. Abmessungen und Tiefe hängen unter anderem von Boden, Frost, Konstruktion und Lasten ab.
Pfostenträger: Holz gehört nicht direkt in die Erde
Ein Pfostenträger / Pfostenschuh trennt den Holzpfosten vom feuchten Untergrund und stellt die Verbindung zum Fundament her. Im Planer unterscheiden wir zwei Grundtypen: zum Einbetonieren für neu hergestellte Fundamente und zum Aufschrauben für eine geeignete bestehende Betonbasis.
Der Träger muss zum Pfostenquerschnitt passen. Wird im Planer z. B. ein Pfosten 100×100 mm gewählt, suchen wir einen passenden Träger für dieses Maß. Die Stückzahl folgt automatisch der Zahl der Pfosten.
Pfosten, Hauptträger und Sparren
Pfosten stehen vertikal und leiten Lasten zum Fundament. Auf bzw. zwischen den Auflagern liegen die Hauptträger. Die Sparren verlaufen in Richtung Dachgefälle und tragen den Dachaufbau.
Der Pfostenabstand beeinflusst Zahl und Lage der Auflager. Der Sparrenabstand bestimmt, wie viele Sparrenlinien über die Länge verteilt werden. Der Planer berechnet daraus Mengen und reale Achsabstände; die statische Eignung von Querschnitt und Abstand muss für das konkrete Projekt geprüft werden.
Warum 4,03 m nicht einfach 4,00 m sind
Bei 4,00 m horizontaler Ausladung und einer Dachneigung ist der Weg entlang des Dachhangs länger. Deshalb kann der Planer beispielsweise 4,03 m Sparrenbedarf anzeigen. Das ist Geometrie, keine zusätzliche Reserve.
Holz wird aber in realen Handelslängen gekauft. Reicht eine 4-m-Länge rechnerisch nicht, muss der Zuschnitt, ein geeignetes längeres Format oder die Konstruktion berücksichtigt werden. Bei Hauptträgern dürfen notwendige Stöße nicht irgendwo „in der Luft“ liegen, sondern nur an dafür geeigneten Auflagern.
Was kommt oben drauf?
Bei einer leichten Eindeckung – etwa Polycarbonat oder Profilplatte – hängt der genaue Unterbau vom gewählten System ab; das Deckmaterial ist im aktuellen Planer noch nicht eingepreist. Bitumenschindeln brauchen eine geschlossene Unterlage, deshalb kann der Planer OSB-Fläche, Reserve und Plattenzahl berechnen.
Die OSB-Dicke wird im Planer bewusst vom Nutzer gewählt: PavlinPro berechnet die Einkaufsmenge, legt aber nicht statisch fest, welche Dicke für ein konkretes Bauwerk erforderlich ist. Eine Dachmembran kann als zusätzliche Position ergänzt werden, wenn sie zum geplanten Aufbau gehört.
Verbindungen und Befestigung
Eine Überdachung braucht passende Verbindungen zwischen Pfostenträgern, Pfosten, Hauptträgern, Sparren und Dachaufbau. Deshalb bietet der Planer ein Befestigungsset Überdachung in Größen S/M/L als praktische Zusatzposition an.
Welche Schrauben, Verbinder oder Anker tatsächlich erforderlich sind, hängt von Aufbau, Querschnitten, Anschlussgrund und Lasten ab. Besonders der Anschluss an ein bestehendes Gebäude muss passend zum vorhandenen Wandaufbau geplant werden.
Holzschutz
Außenholz ist Feuchte und Witterung ausgesetzt. Konstruktiver Holzschutz beginnt damit, Wasser ablaufen zu lassen, Staunässe zu vermeiden und Holz vom Erdreich zu trennen. PavlinPro kann zusätzlich eine Tauchbehandlung vor Abholung oder Lieferung anbieten.
Bedarf, gewählt und Zuschnitt
Bedarf ist die rechnerisch erforderliche laufende Länge. Gewählt zeigt, wie viel Holz Sie tatsächlich in verfügbaren Handelslängen kaufen. Deshalb ist „gewählt“ häufig größer als „Bedarf“: Verschnitt und Reststücke gehören zur realen Einkaufsplanung.
Mit den −/+ Tasten lässt sich die Stückzahl manuell an einen eigenen Zuschnittplan anpassen. Der Planer warnt, wenn Sie unter den automatisch berechneten Bedarf gehen.
Der Terrassenplaner kann Länge und Tiefe direkt an den Überdachungsplaner übergeben.
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Der Projektplaner übernimmt Maße, Handelslängen und Materialmengen.
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