PavlinPro Ratgeber · Überdachung

Vom Boden bis
zum Dach.

Eine Überdachung besteht nicht nur aus ein paar Balken. Hier gehen wir den Aufbau in derselben Reihenfolge durch, in der Sie Ihr Projekt planen: Standort, Fundament, Pfosten, Tragwerk, Dachaufbau und Befestigung.

Schnell zum ThemaBauart & MaßeFundamentPfostenträgerTragwerkHandelslängenDachaufbauBefestigungHolzschutzMaterialliste
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Wandmontage oder freistehend?

Bei einer Wand-Überdachung wird die hintere Traglinie am Gebäude angeschlossen; vorne stehen Pfosten. Eine freistehende Überdachung trägt sich über eigene Pfostenreihen und braucht keinen tragenden Wandanschluss.

Länge bedeutet im Planer die Strecke entlang der Fassade bzw. Vorderkante. Ausladung/Tiefe ist der horizontale Weg nach vorne. Die Dachneigung erzeugt den Höhenunterschied und macht die tatsächliche Länge entlang des Dachhangs etwas größer als die Ausladung.

PavlinPro Tipp: Vor dem Bohren prüfen, was hinter Putz oder Fassade tatsächlich trägt. Eine schöne Außenwand ist nicht automatisch ein geeigneter Befestigungsgrund.
Wichtig: Ein Wandanschluss muss zum vorhandenen Baukörper passen. Mauerwerk, Dämmung, Befestigung und Lasten können nicht allein aus den Außenmaßen beurteilt werden.
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Erst der Boden: Fundament

Pfosten brauchen eine tragfähige Basis. Häufig werden einzelne Punktfundamente hergestellt; auf einer vorhandenen Betonfläche kann je nach Aufbau auch eine dafür geeignete aufgeschraubte Lösung möglich sein. Abmessungen und Tiefe hängen unter anderem von Boden, Frost, Konstruktion und Lasten ab.

PavlinPro Tipp · Erdbohrer: Für Löcher von Punktfundamenten kann ein Erdbohrer die Arbeit erheblich erleichtern. Ob PavlinPro ihn später vermietet, verkauft oder als Service anbietet, ist noch offen.
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Pfostenträger: Holz gehört nicht direkt in die Erde

Ein Pfostenträger / Pfostenschuh trennt den Holzpfosten vom feuchten Untergrund und stellt die Verbindung zum Fundament her. Im Planer unterscheiden wir zwei Grundtypen: zum Einbetonieren für neu hergestellte Fundamente und zum Aufschrauben für eine geeignete bestehende Betonbasis.

Der Träger muss zum Pfostenquerschnitt passen. Wird im Planer z. B. ein Pfosten 100×100 mm gewählt, suchen wir einen passenden Träger für dieses Maß. Die Stückzahl folgt automatisch der Zahl der Pfosten.

PavlinPro Tipp: Zwischen Holz und dauerhaft feuchtem Untergrund Luft lassen. Der Pfostenträger soll nicht nur halten, sondern das Hirnholz aus der Nässe holen.
Sobald ein passender PavlinPro-Artikel im Sortiment hinterlegt ist, kann der Planer statt „Preis folgt“ den echten Produktpreis übernehmen.
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Pfosten, Hauptträger und Sparren

Pfosten stehen vertikal und leiten Lasten zum Fundament. Auf bzw. zwischen den Auflagern liegen die Hauptträger. Die Sparren verlaufen in Richtung Dachgefälle und tragen den Dachaufbau.

Der Pfostenabstand beeinflusst Zahl und Lage der Auflager. Der Sparrenabstand bestimmt, wie viele Sparrenlinien über die Länge verteilt werden. Der Planer berechnet daraus Mengen und reale Achsabstände; die statische Eignung von Querschnitt und Abstand muss für das konkrete Projekt geprüft werden.

PavlinPro Tipp: Ein Hauptträgerstoß gehört auf ein geeignetes Auflager – nicht zwischen zwei Pfosten. Das kann bei langen Seiten die sinnvollere Handelslänge bestimmen.
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Warum 4,03 m nicht einfach 4,00 m sind

Bei 4,00 m horizontaler Ausladung und einer Dachneigung ist der Weg entlang des Dachhangs länger. Deshalb kann der Planer beispielsweise 4,03 m Sparrenbedarf anzeigen. Das ist Geometrie, keine zusätzliche Reserve.

PavlinPro Tipp: 4,03 m Bedarf bedeutet nicht automatisch „3 cm irgendwie dranhängen“. Prüfen Sie Überstand, Anschluss und Zuschnitt; oft ist eine längere Handelslänge die sauberere Lösung.

Holz wird aber in realen Handelslängen gekauft. Reicht eine 4-m-Länge rechnerisch nicht, muss der Zuschnitt, ein geeignetes längeres Format oder die Konstruktion berücksichtigt werden. Bei Hauptträgern dürfen notwendige Stöße nicht irgendwo „in der Luft“ liegen, sondern nur an dafür geeigneten Auflagern.

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Was kommt oben drauf?

Bei einer leichten Eindeckung – etwa Polycarbonat oder Profilplatte – hängt der genaue Unterbau vom gewählten System ab; das Deckmaterial ist im aktuellen Planer noch nicht eingepreist. Bitumenschindeln brauchen eine geschlossene Unterlage, deshalb kann der Planer OSB-Fläche, Reserve und Plattenzahl berechnen.

Die OSB-Dicke wird im Planer bewusst vom Nutzer gewählt: PavlinPro berechnet die Einkaufsmenge, legt aber nicht statisch fest, welche Dicke für ein konkretes Bauwerk erforderlich ist. Eine Dachmembran kann als zusätzliche Position ergänzt werden, wenn sie zum geplanten Aufbau gehört.

PavlinPro Tipp: OSB ist die geschlossene Unterlage – nicht die fertige wetterfeste Dacheindeckung. Der weitere Dachaufbau muss zum gewählten System passen.
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Verbindungen und Befestigung

Eine Überdachung braucht passende Verbindungen zwischen Pfostenträgern, Pfosten, Hauptträgern, Sparren und Dachaufbau. Deshalb bietet der Planer ein Befestigungsset Überdachung in Größen S/M/L als praktische Zusatzposition an.

Welche Schrauben, Verbinder oder Anker tatsächlich erforderlich sind, hängt von Aufbau, Querschnitten, Anschlussgrund und Lasten ab. Besonders der Anschluss an ein bestehendes Gebäude muss passend zum vorhandenen Wandaufbau geplant werden.

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Holzschutz

Außenholz ist Feuchte und Witterung ausgesetzt. Konstruktiver Holzschutz beginnt damit, Wasser ablaufen zu lassen, Staunässe zu vermeiden und Holz vom Erdreich zu trennen. PavlinPro kann zusätzlich eine Tauchbehandlung vor Abholung oder Lieferung anbieten.

PavlinPro Tipp: Schnittflächen und Hirnholz verdienen besondere Aufmerksamkeit: Dort kann Holz Feuchtigkeit besonders leicht aufnehmen.
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Bedarf, gewählt und Zuschnitt

Bedarf ist die rechnerisch erforderliche laufende Länge. Gewählt zeigt, wie viel Holz Sie tatsächlich in verfügbaren Handelslängen kaufen. Deshalb ist „gewählt“ häufig größer als „Bedarf“: Verschnitt und Reststücke gehören zur realen Einkaufsplanung.

Mit den −/+ Tasten lässt sich die Stückzahl manuell an einen eigenen Zuschnittplan anpassen. Der Planer warnt, wenn Sie unter den automatisch berechneten Bedarf gehen.

Vor dem Bau prüfen: Tragfähigkeit, Fundament/Baugrund, Wandanschluss, Wind- und Schneelasten, Befestigungsmittel, Vorgaben des Dachsystems und gegebenenfalls örtliche baurechtliche Anforderungen. Der PavlinPro Planer ist eine Material- und Einkaufshilfe, kein statischer Nachweis.
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